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Wir trauern um unseren Ehrenvorsitzenden Wilfried Seibold

Wilfried Seibold lebte für die Musik. Noch vor wenigen Wochen hatte er sein Tenorhorn gepackt und mit zwei Musikkameraden vor den Fellbacher Altenheimen fröhliche Volksweisen gespielt. Für ihn eine Selbstverständlichkeit. Doch wenige Wochen später ist der langjährige Vorsitzende der Stadtkapelle Fellbach mit 73 Jahren, überraschend und viel zu früh verstorben.

Wilfried Seibold wuchs in der Fellbacher Gartenstraße auf. Dort machte er schon als kleiner Junge mit seinem Bruder auf alten Gartenschläuchen Musik. Das weckte die Aufmerksamkeit seines damaligen Nachbarn Eugen Leibbrand. Dieser war damals Dirigent der Stadtkapelle. Der Verein, dem Wilfried Seibold seitdem sein Leben widmen sollte.

1962 trat er der Jugendkapelle bei. Bereits sieben Jahre später bekleidete der Trompeter sein erstes Amt. Notenwart, Kassenprüfer, Beisitzer, Jugendleiter, Musikervorstand – kaum ein Jahr, in dem Seibold nicht ehrenamtlich für den Musikverein tätig war. 1994 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, 2000 übernahm er schließlich das Amt des Vorsitzenden.

17 Jahre leitete er die Geschicke an der Spitze des Vereins. Dafür wurde der württembergische Notariats-Assessor 2011 mit der Ehrenplakette der Stadt Fellbach ausgezeichnet. Auch von „seiner“ Stadtkapelle erhielt er viele Auszeichnungen. Zuletzt bekam er 2012 die Ehrennadel in Gold mit Diamant für 50-jährige aktive Mitgliedschaft und 2018 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Egal ob beim Weißwurstbrunch, den Jahreskonzerten oder dem jährlichen Musizieren an Heiligabend in den Altenheimen, Wilfried Seibold war immer dabei. Als Musiker, Helfer und Organisator.

Der Zusammenhalt war ihm wichtig, genauso wie die Musik an sich als verbindendes Element. Deswegen war er auch bei jeder Auslandsreise dabei, in Fellbachs Partnerstadt genauso wie in China oder Südafrika. Wilfried Seibold sah sich mit seinem Musikverein als musikalischen Botschafter.

Wilfried Seibold setzte sich stets für die Förderung der Jugend ein und auch die Kameradschaft unter den Musikern war ihm ein großes Anliegen. Wohl auch deswegen, weil er seine Frau Gerda bei einer Faschingsveranstaltung der Stadtkapelle kennen gelernt hatte. 2004 heirateten die beiden mit dem damaligen Oberbürgermeister Christoph Palm als Standesbeamten.

2017 legte Wilfried Seibold sein Amt nieder, blieb dem Verein aber als aktiver Musiker treu, inzwischen nicht mehr an der Trompete, sondern am Tenorhorn. Bis vor wenigen Wochen besuchte er die Proben des Vereins, wie schon seit 58 Jahren.

Bis zuletzt hatte er sich der Musik verschrieben. Nicht nur seine Musikkameraden, auch Fellbach hat ihm viel zu verdanken.

Mit Wilfried Seibold verliert Fellbach einen engagierten Musiker, eine mitfühlende Persönlichkeit und einen herzensguten Menschen.

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